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Startliste Romandie

JUGEND OHNE GOTT
  
RegieAlain Gsponer
DarstellerJannis Niewöhner, Fahri Yardım, Emilia Schüle, Anna Maria Mühe, Alicia von Rittberg, Jannik Schümann, Iris Berben, Rainer Bock
ProduktionUli Aselmann, Sophia Aldenhoven, Oliver Berben, Martin Moszkowicz
DrehbuchAlex Buresch, Matthias Pacht
GenreDrama, Thriller
Jahr2016
LandDeutschland
Dauer118 min.
Suisa-Nr.1011.768
VersionenD
AltersfreigabeCH: 14 / ZH: J/14 (zugelassen ab 12, empfohlen ab 14)

Inhalt

In naher Zukunft leben die Menschen in einer reinen Leistungsgesellschaft. Statt weniger ‚Erfolgreiche‘ – d.h. auch wirtschaftlich Schwache – zu unterstützen, geschweige sie gesellschaftlich einzubetten, werden sie von den Elitenschulen ausgeschlossen und gar in separaten, heruntergekommenen Quartieren isoliert.

Zachs (Jannis Niewöhner) Familie gehört aber der 'erfolgreichen' Schicht an. Dass er nun in ein Assessment-Camp in der Natur aufbrechen soll, um neben seinen geistigen Schulleistungen auch seine physische Überlegenheit unter Beweis zu stellen, um sich für die renommierte Rowald Universität zu qualifizieren, passt dem sensiblen Unangepassten nicht. Statt sich mit den anderen Bewerbern dem Wettbewerb zu stellen, schreibt er lieber Tagebuch und zieht sich zurück. Dies fasziniert die ehrgeizige Nadesh (Alicia von Rittberg), obwohl oder gerade weil sie selbst überangepasst ist und unbedingt regelkonform ihre Topleistung erbringen will. Statt von Nadesh fühlt sich Zach von der geheimnisvolle Ewa (Emilia Schüle) angezogen, die im nahen Wald ganz alleine mit anderen Outsidern überlebt.

Als Zachs Tagebuch verschwindet und ein Mitschüler bei einer gefährlichen Übung verunfallt, ohne dass ihm rechtzeitig Hilfe geleistet würde, gerät die Situation ausser Kontrolle. Kann der vermeintlich grundanständige und integre Lehrer (Fahri Yardim) helfen – oder verfolgt auch er ganz andere, vielleicht gar eigennützige Ziele?

Basierend auf dem in den 1930-er Jahren erschienen, gleichnamigen Roman des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horvarth, gelang dem Schweizer Regisseur und Drehbuchautor Alain Gsponer, der mit HEIDI (2015) einen der erfolgreichsten Schweizer Filme schuf und bereits mit AKTE GRÜNINGER und DAS KLEINE GESPENST grosse Kinoerfolge verzeichnen konnte, eine bisante und aufwühlende Modernisierung des Stoffes für die heutige Zeit. Ein gesellschaftskritischer Kommentar zu der aktuellen, kompetitiven, uniformen, eigennützigen Hochleistungsgesellschaft, in der moralische Werte oft auf der Strecke bleiben. 
Presse
In einer Mischung aus THE HUN GER GAMES, Genre-Elementen des Thrillers und des Coming-of-Age-Films ist dem Regisseur eine bravouröse Adaption gelungen.
NZZ

Gerade weil sich Gsponer von der Vorlage löst und sie auf ihre Aktualität hin befragt, entsteht ein neuer Blick auf den Roman selbst.
NZZ

Horvath für die Jugend von heute: Die Idee ist originell, aus der antifaschistischen Parabel wird eine Art HUNGER GAMES um Bologna-Punkte.
Züritipp

Der Aargauer Alain Gsponer (HEIDI) inszeniert makellos, beweist sein feines Rhythmusgefühöl.
TELE


Kinostart Deutschschweiz:
31.08.2017

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